Demokratie und Kanonen

Im großen Comeback-Monat Oktober, der uns u.a. neue CDs von Oasis (fettes Album), The Cure (fetter Sänger) und AC/DC (ääääh: fette drei Akkorde) beschert hat, geht nun auch der größte Witz der jüngeren Musikgeschichte – man möchte fast sagen das “Duke-Nukem-Forever” der Albumcharts – zu Ende: Guns ´n´ Roses haben a.) die Veröffentlichung ihres neuen Albums “Chinese Democracy” verkündet und b.) die gleichnamige Single für´s Radio freigegeben.

Nachdem die Erwartungen groß waren, hier meine Kurzzusammenfassung der ersten Auskopplung: Das Eingangsgitarrenriff klingt ein bissel so, als wär´s bei AC/DC entliehen (Uiuiui: zweimal AC/DC in einem einzigen Post erwähnt…), wobei der Sound eigentlich eher klingt wie Bon Jovi in den 80ern – womit wir Guns ´n Roses ja schon ganz gut verortet hätten. Axel Rose hat endlich die Wäscheklammer vom Sack genommen und hört sich jetzt ein wenig an wie der späte Cash auf Helium (was ich klar und deutlich als Kompliment verstanden wissen möchte). Das Songwriting ist unspektakulär, der Text – trotz des genial ironischen Titels – debil (sehr schön die Zeilen: “Cause it would take a lot more time than you, I’ve got more masturbation) und zwischendrin gibt´s auch mal ein ordentliche Slash-Gedächtnissolo. Sehr vielversprechend also :-)

Wer sich noch mehr für Guns ´n´ Roses und deren neues Album interessiert, kann ja mal google anschmeissen und das unterste Suchergebnis auf der ersten Ergebnisseite anschau´n. Rein zu Forschungszwecken natürlich (“nur kucken, nicht anfassen”, isklar) und als Beweis, dass trotz munterer Klagewelle das Album nicht aus dem Internet verschwunden ist. Runterladen is natürlich nicht, weil direkt mit mindestens 15 Jahre Fegefeuer oder “verotten im Knast” (O-Ton Slash) verbunden.

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