Last Man Doping
Während mich die Muse für den letzten Eintrag küsste, habe ich parallel die Berichterstattung zur Tour de France verfolgen können. Eigentlich war ja heute spielfrei (wie man beim Fußball sagt), allerdings ist der Sieger der beiden letzten Etappen, Alexander Winokurow (oder so ähnlich), heute ebenfalls des Dopings überführt worden.
Ich nehm das jetzt doch mal zum Anlass der Sportwelt die ultimative Lösung dieses Problems nahezubringen und damit als “Retter der Tour de France” in die Geschichte einzugehen.
Da man es ja anscheinend die letzten Jahre nicht geschafft hat, das Doping einzudämmen, ist hier schlicht ein radikaler Strategiewechsel notwendig. Stichwort: Institutionalisieren statt bekämpfen!
Ab der nächsten Tour de France gibt es einfach zwei Wertungen: Eine Einzelwertung (d.h. eine Wertung der Fahrer) und eine Konstrukteurswertung. In der “Formel 1″ gibt´s so was schon: Hier gewinnt dasjenige Team die Konstrukteursmeisterschaft, dass das beste Auto baut. Aufmerksame Leser werden nun jedoch feststellen, dass wir bis auf die Teamwagen kaum Autos bei der Tour de France sehen.
Also passen wir ein wenig an: Punkte in der Konstrukteurswertung erhalten diejenigen Teams, die den besten Fahrer “bauen”. Erlaubt ist hierbei alles, was schnell macht. Während es in der “Formel 1″ die Anpassung der Spoiler, das Aufbohren des Motors, die Verringerung des Luftwiderstand sind, werden beim Fahrer Muskelkraft und Leistungsfähigkeit durch Epo, Testosteron und Fremdblut getunt.
Die Vorteile liegen auf der Hand: Wenn´s alle machen is es wieder fair, außerdem wird die Spannung durch ein zweites Wertungssystem erhöht.
Gäb´s einen Nobelpreis für Sportwissenschaft, ich hätte ihn wohl verdient! Danke, danke!